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Nagellack und Nagelgel trocknen lassen

Wie lange Nagellack, Nagelgel und Co. trocknen müssen

Die Zeit vergeht fast nie langsamer, als wenn du darauf wartest, dass dein Nagellack trocknet. Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als nach der langen Lackiererei mit dem Nagel irgendwo anzustoßen. Wie lange müssen Nagellack, Nagelgel und Co. wirklich trocknen? Die Trockenzeit und die richtige Methode hängen maßgeblich von der Art des Lacks beziehungsweise des Gels ab. In diesem Artikel gehen wir auf die unterschiedlichen Lack- und Gelarten und deren individuelle Trockenzeiten ein und zeigen dir, welche Tools dir helfen, die Trocknungsdauer zu verkürzen.

Ob klassischer Nagellack, UV- und LED-Gel oder Acrylgel: Jede Variante härtet anders aus. Damit du nicht unnötig wartest und nichts verwischt, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Unterschiede. Die richtige Ausrüstung wie ein passendes Lichthärtungsgerät oder ein schnelltrocknender Top Coat macht den Unterschied zwischen Geduldsprobe und entspannter Maniküre.

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Mara S.

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Redaktion Technik & Produktwissen

Trage Gel und Lack lieber dünn in mehreren Schichten auf. Jede Schicht trocknet schneller durch und nichts verwischt beim ersten Anstoßen.

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Trockenzeiten auf einen Blick

Damit du sofort weißt, womit du rechnen musst, haben wir die typischen Trockenzeiten zusammengefasst. Beachte: Die Werte sind Richtwerte. Maßgeblich ist immer der Anwendungshinweis auf der Produktverpackung.

  • UV- und LED-Gel: rund 30 bis 120 Sekunden pro Schicht im Lichthärtungsgerät.
  • Acrylgel: etwa fünf bis fünfzehn Minuten an der Luft, je nach Produkt.
  • Klassischer Nagellack: oberflächlich nach unter zehn Minuten, vollständig stoßfest nach etwa einer halben Stunde.
  • Nagellack mit kurzer Trocknungszeit: fest in einer halben bis fünf Minuten.
Air Dry Top Coat ohne Lampe auftragen
Air Dry Top Coat ohne Lampe auftragen.

So lange müssen Nagelgel und -lack trocknen

Nagelgel

Möchtest du Nagelgel oder Shellac verwenden, brauchst du einen Nageltrockner. Dabei hast du die Wahl zwischen einem UV-Gerät und einem LED-Lichthärtungsgerät. Für welchen Nageltrockner du dich entscheidest, hängt davon ab, welche Produkte du bei der Maniküre verwenden möchtest. UV-Lack kann unter einem LED-Lichthärtungsgerät unter Umständen nicht richtig trocknen, da die Wellenlängen den UV-Lack nicht immer richtig aktivieren. LED-Lack härtet jedoch auch unter einem UV-Gerät aus, die Trockenzeit verlängert sich dann nur ein wenig.

Ein LED-Lichthärtungsgerät ist oft etwas teurer als ein UV-Gerät, jedoch auch effizienter. Während LED-Lichthärtungsgeräte meist 30 bis 60 Sekunden zum Aushärten benötigen, brauchen UV-Geräte im Regelfall 120 Sekunden. Sie verbrauchen zudem weniger Energie und gelten dank kürzerer Belichtungszeit als die hautfreundlichere Wahl. Es gibt auch Kombi-Nageltrockner: Diese lassen alle Nagelgel-Arten aushärten und vereinen damit die Vorteile von UV- und LED-Lampen.

Je nach verwendetem Nageltrockner und Produkt beträgt die Trocknungszeit 30 bis 120 Sekunden. Entscheidend ist, dass du vor der Anwendung den Anwendungshinweis auf der Produktverpackung liest. Dort kannst du die genaue Trocknungsdauer nachlesen. Wichtig für ein gutes Ergebnis: Reinige die Nägel vorher gründlich mit einem Nagel Cleaner, damit das Gel sauber aushärtet und der Schwitzschicht-Effekt sich später leicht abnehmen lässt.

Acrylgel

Mit Hilfe von Acrylgel kannst du deine Naturnägel künstlich verlängern und modellieren. Für das Acrylgel musst du Acrylpulver und -flüssigkeit vermischen, daraus entsteht eine gelartige Masse. Acrylgel härtet an der Luft aus. Vorteilhaft daran ist, dass für diese Art der Maniküre kein teurer Nageltrockner angeschafft werden muss.

Nachteil daran, dass das Gel an der Luft aushärtet, ist, dass du für die Modellage des Nagels nicht so viel Zeit hast wie bei Gelnägeln oder Shellac. Die meisten Acrylgele haben eine Trocknungsdauer von fünf bis fünfzehn Minuten. Gerade für Anfänger eignen sich Produkte, die länger zum Trocknen brauchen. Acrylgel mit längerer Trocknungsdauer sorgt dafür, dass kleine Patzer noch rechtzeitig ausgebessert werden können.

Nagellack

Wie lange herkömmlicher Nagellack trocknen muss, hängt davon ab, wie viele Schichten du aufträgst und wie der Lack beschaffen ist. Frisch geöffnete Lacke trocknen meist innerhalb von weniger als zehn Minuten und sind nach etwa einer halben Stunde komplett stoßfest.

Ältere Produkte brauchen meist länger beim Trocknen als neue. Vor dem Verwenden eines Nagellacks, der schon länger geöffnet ist, solltest du daher zunächst ausprobieren, ob das Produkt richtig trocknet. Pro aufgetragener Schicht solltest du mit rund fünfzehn Minuten längerer Trocknungszeit rechnen. Willst du also einen Base Coat, einen Farblack und einen Top Coat auftragen, solltest du von einer Wartezeit von etwas mehr als einer halben Stunde ausgehen. Nagellacke mit extra kurzer Trocknungszeit sollen innerhalb von einer halben bis fünf Minuten fest werden.

Mattes Finish mit Matt Top Coat
Mattes Finish mit Matt Top Coat.

Diese Helfer können die Trockenzeit verkürzen

Im Gegensatz zu LED- und UV-Lack benötigt lufttrocknender Nagellack zum Trocknen besonders viel Zeit. Um die Trocknungsdauer zu verkürzen, gibt es diese Tools und Hausmittel:

Schnelltrocknender Top Coat

Der sogenannte Schnelltrockner wird nach dem Farblack aufgetragen. Er versiegelt den Nagellack darunter innerhalb von zehn bis zwanzig Sekunden. Zudem sorgen Top Coats für eine längere Haltbarkeit des Nagellacks. Ein Air Dry Top Coat kommt dabei ganz ohne Lampe aus und trocknet an der Luft, während ein UV Top Coat im Lichthärtungsgerät in Sekunden aushärtet.

Quick Dry Tropfen

Quick Dry Tropfen lassen die Lösungsmittel im Nagellack schneller verdunsten. Das sorgt für ein schnelleres Aushärten des Nagellacks. Lass bei der Verwendung von Quick Dry Tropfen den Nagellack zunächst eine Minute trocknen. Gib dann zwei bis drei Tropfen auf den Nagel. Warte, bis die Tropfen eingezogen sind und der Lack getrocknet ist.

UV-Gerät

Eine UV-Lampe ist ein zuverlässiger Helfer beim Trocknungsprozess. Dennoch ist hierbei aufmerksames Lesen des Produktetiketts geboten, denn dieser Trick funktioniert nur bei Nagellacken, die Polymere enthalten. Halte bei der Verwendung dieser Lampe deine Hände einfach für wenige Minuten in das Licht. Wie viel UV-Strahlung dabei auf die Haut trifft, hängt von Gerät und Anwendungsdauer ab. Wer die Belastung gering halten möchte, trägt vorab einen Sonnenschutz auf den Handrücken auf. Hintergründe zu UV-Strahlung im Alltag fasst das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zusammen.

Trocknungsspray

Ähnlich wie der Top Coat versiegelt auch das Trocknungsspray den Nagellack innerhalb von etwa zwanzig Sekunden. Halte das Spray beim Sprühen etwa 30 Zentimeter von deinen Nägeln entfernt, um zu verhindern, dass der Lack durch den harten Sprühnebel beschädigt wird. Wiederhole den Vorgang nach der Wartezeit von mindestens zwanzig Sekunden zwei- bis dreimal.

Föhn

Trockene Luft hilft beim Nagellack trocknen. Ein Föhn kann daher beim Trockenprozess eine große Hilfe sein. Lass bei dieser Methode deine frisch lackierten Nägel für mindestens eine halbe Minute antrocknen. Anschließend stellst du den Föhn auf die Kaltstufe und föhnst deine Nägel für etwa eine Minute.

Kaltes Wasser

Fülle eine Schüssel mit kaltem Wasser. Gib am besten noch Eiswürfel hinzu, denn je kälter das Wasser ist, desto besser kann der Nagellack trocknen. Lackiere dann deine Nägel in der gewünschten Farbe und lass die Nägel mindestens 60 Sekunden lang trocknen. Halte nun deine Nägel zum Aushärten für ein bis zwei Minuten in die mit kaltem Wasser gefüllte Schüssel.

Was du zum Trocknen brauchst

Damit deine Maniküre schnell und sauber durchtrocknet, lohnt sich die passende Grundausstattung. Diese Helfer decken Gel und Lack gleichermaßen ab:

  1. Lichthärtungsgerät: Für Gel und UV-Lack unverzichtbar. Ein LED- oder UV-Gerät härtet jede Schicht in Sekunden aus.
  2. Nagel Cleaner: Reinigt und entfettet die Nagelplatte vor dem Lackieren und nimmt die Schwitzschicht nach dem Aushärten ab.
  3. Base Coat: Die Grundierung sorgt für Haftung und eine gleichmäßige Trocknung der folgenden Schichten.
  4. Top Coat oder Versiegelung: Versiegelt das Finish, verkürzt die gefühlte Trockenzeit und schützt die Farbe vor Stößen.
  5. Air Dry Top Coat: Die Lösung für unterwegs, wenn gerade kein Lichthärtungsgerät zur Hand ist.

Eine passende Versiegelung und Haftung findest du gebündelt im Sortiment, ebenso eine Auswahl an UV-Geräten für jede Maniküre.

Häufige Fehler beim Trocknen

Damit die Wartezeit nicht umsonst war, solltest du diese typischen Stolperfallen vermeiden:

  • Zu dicke Schichten: Dick aufgetragener Lack oder Gel trocknet außen, bleibt innen weich und verwischt. Lieber dünn und in mehreren Schichten arbeiten.
  • Falsches Gerät: UV-Lack im reinen LED-Gerät härtet oft nicht vollständig aus. Achte auf die Angaben des Herstellers.
  • Schwitzschicht nicht abnehmen: Nach dem Aushärten bleibt bei vielen Gelen eine klebrige Schicht, die du mit dem Nagel Cleaner entfernst.
  • Zu früh anfassen: Auch wenn die Oberfläche trocken wirkt, härtet klassischer Lack innen noch nach. Plane die volle Trockenzeit ein.
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Häufige Fragen zum Trocknen von Nagellack und Gel

Wie lange muss Nagellack trocknen?

Frisch geöffneter Nagellack ist oberflächlich nach unter zehn Minuten trocken und nach etwa einer halben Stunde komplett stoßfest. Pro zusätzlicher Schicht solltest du rund fünfzehn Minuten mehr einplanen.

Wie lange muss Nagelgel im Gerät aushärten?

Im Lichthärtungsgerät beträgt die Trockenzeit meist 30 bis 120 Sekunden pro Schicht. LED-Geräte härten oft in 30 bis 60 Sekunden, UV-Geräte brauchen im Regelfall rund 120 Sekunden.

Wie kann ich die Trockenzeit verkürzen?

Ein schnelltrocknender Top Coat, Quick Dry Tropfen, ein Trocknungsspray, kaltes Wasser oder die Kaltstufe des Föhns beschleunigen das Trocknen von lufttrocknendem Nagellack spürbar.

Trocknet Acrylgel ohne Lampe?

Ja. Acrylgel härtet an der Luft aus und braucht je nach Produkt etwa fünf bis fünfzehn Minuten. Ein Nageltrockner ist dafür nicht nötig.

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