Glatt, kräftig, leicht gewölbt und in zartem Rosa glänzend, so sieht ein gesunder Nagel aus. Gepflegte Fingernägel fallen anderen oft als Erstes auf, und dafür brauchst du nicht einmal eine professionelle Maniküre. In diesem Artikel bekommst du die wichtigsten Tipps zur Nagelpflege: welche Routine deine Nägel stark und gesund hält, welche Nagelpflegeprodukte du zu Hause haben solltest und wie du deine Nägel pflegen kannst, ohne sie zu strapazieren.
Gepflegte Hände und gesunde Nägel gehören zusammen. Die gute Nachricht: Du brauchst keine teure Ausstattung, sondern ein paar Basics und eine Routine, die zu deinem Alltag passt. Los geht es mit einem Rosenholzstäbchen und einem nährenden Nagelöl, das deine Nägel und die Nagelhaut geschmeidig hält.
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Gepflegte Nägel, geschmeidige Nagelhaut und täglich ein nährendes Nagelöl statt scharfer Werkzeuge.

Redaktion Nagelpflege & Gesundheit
Trag dein Nagelöl jeden Tag auf, morgens und abends ein Tropfen. Das ist der wirkungsvollste Schritt der ganzen Routine.
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Die richtige Nagelpflege-Routine
Eine gute Nagelpflege beginnt mit sauberen Händen. Befreie den Fingernagel mit einer weichen Nagelbürste sanft von Schmutzrückständen. Danach weichst du deine Hände in warmem Wasser ein, dem du eine pflegende Seife beimischen kannst. Nach dem Einweichen lässt sich die Nagelhaut leichter zurückschieben. Dafür nutzt du am besten ein Rosenholz- oder Wattestäbchen. Greif dabei nicht zur Schere, das kann zu Verletzungen und Entzündungen führen. Erst danach folgt die eigentliche Pflege mit Öl und gegebenenfalls einem Härter.
So sieht eine einfache Routine aus, die du etwa einmal pro Woche durchziehst:
- Reinigen: Hände waschen und den Nagel mit der Bürste sauber machen.
- Einweichen: Hände rund zehn Minuten in lauwarmem Wasser baden, das macht die Nagelhaut weich.
- Nagelhaut zurückschieben: Mit dem Rosenholzstäbchen vorsichtig zurückschieben, statt zu schneiden.
- Kürzen und feilen: Nägel in Form bringen, immer in eine Richtung feilen.
- Einölen: Nagelöl in Nagel und Nagelhaut einmassieren, das spendet Feuchtigkeit.
- Eincremen: Mit einer reichhaltigen Handcreme abschließen.
Das tägliche Nagelöl ist der wichtigste Schritt: Schon ein Tropfen morgens und abends hält deine Nägel geschmeidig und beugt Brüchigkeit vor.

Diese Produkte solltest du zu Hause haben
Für eine reichhaltige Nagelpflege reichen wenige, gut gewählte Produkte. Diese drei bilden die Basis:
- Nagelhärter: Ein Nagelhärter macht weiche Nägel robuster, beugt dem Abbrechen vor und unterstützt das Nagelwachstum. Du trägst ihn wie einen klaren Lack auf. Wie du brüchige Nägel gezielt stärkst, liest du im Detail unter Nägel stärken und brüchige Fingernägel.
- Nagelhautentferner: Sitzt die Nagelhaut dick und fest, weicht ein Nagelhautentferner sie schonend auf, sodass du sie leicht zurückschieben kannst. Mehr dazu im Ratgeber Nagelhaut pflegen.
- Nagelöl: Ein pflegendes Nagelöl mit Stoffen wie Jojoba, Mandel oder Keratin wirkt gegen Brüchigkeit und Austrocknung. Es ist das Herzstück jeder Nagelpflege.
Wer mehr Stabilität braucht, ergänzt einen Base Coat als Unterlack oder ein Calcium Aufbaugel für dünne, weiche Naturnägel. Alles zusammen findest du gebündelt im Nagelpflege Sortiment.
Nägel schonend kürzen und feilen
Welche Methode zum Nägel kürzen am besten passt, hängt von deiner Nagelbeschaffenheit ab. Das Kürzen mit der Nagelfeile ist die schonendste Variante und eignet sich für jeden feineren Nageltyp. Am nagelfreundlichsten sind Sandblatt-, Mineral- und Glasfeilen, Metallfeilen erhöhen dagegen die Splittergefahr. Feile immer in eine Richtung, nicht hin und her.
Bei dicken, kräftigen Nägeln darf es ein Nagelknipser sein, bei feinen, brüchigen Nägeln eine Nagelschere. Beide gehen schnell, hinterlassen aber manchmal kleine Ecken oder Risse. Die besserst du danach mit der Feile aus: erst mit der groben Seite in Form bringen, dann mit der feinen Seite versiegeln. Zum Glätten der Oberfläche nutzt du einen Buffer, allerdings nur sanft, damit der Nagel nicht zu dünn wird.

Nägel pflegen mit Hausmitteln
Du musst nicht für jedes Anliegen ein Produkt kaufen. Diese einfachen Hausmittel ergänzen deine Nagelpflege gut:
- Bei rissigen und weichen Nägeln: Rizinusöl enthält viel Vitamin E, spendet Feuchtigkeit und wirkt stärkend. Mische einen Teelöffel mit etwas Zitronensaft, tupfe es auf Nagel und Nagelbett und massiere es ein.
- Bei trockenen Nägeln: Ein Ölbad pflegt reichhaltig. Erwärme etwas Milch, mische zwei Esslöffel Olivenöl unter und bade deine Hände rund zehn Minuten darin.
- Bei Verfärbungen: Nach einer Maniküre mit farbigem Lack helfen ein paar Tropfen Zitronensaft, mit denen du den Nagel sanft einreibst.
- Für mehr Glanz: Reibe deine Nägel morgens und abends mit etwas Vaseline ein, das gibt einen schönen Schimmer.
Zum Vorbeugen gilt: Trag beim Putzen Gummihandschuhe. So schützt du deine Nägel vor aggressiven Reinigungsmitteln und davor, dass sie aufquellen und Fett verlieren.
Gesunde Nägel von innen
Schöne Nägel entstehen nicht nur durch Pflege von außen. An den Fingernägeln lassen sich Nährstoffmängel oft früh ablesen, eine ausgewogene Ernährung ist deshalb die Grundlage für gesunde Nägel. Wichtig sind vor allem Provitamin A und B-Vitamine. Provitamin A steckt in Karotten, Süßkartoffeln, Spinat, Mango, Aprikose und Paprika, reich an Vitamin B sind Brokkoli, Linsen, Grünkohl, Sesam und Vollkornbrot.
Der Hauptbestandteil der Nägel ist Keratin, für dessen Bildung dein Körper Eiweiß braucht. Gute Quellen sind Sojaprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und mageres Fleisch. Auch Zink, Kalzium und Eisen tragen zu festen Nägeln bei. Fällt es dir schwer, genug Vitamine über die Nahrung aufzunehmen, kannst du einen möglichen Mangel ärztlich abklären lassen. Wie unterschiedlich Nägel aufgebaut sind, beschreibt auch das unabhängige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden, Verfärbungen oder Entzündungen wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.
Häufige Nagelprobleme im Überblick
Manchmal reicht die Basispflege nicht, weil ein konkretes Problem dahintersteckt. Hier findest du die häufigsten Anliegen kurz erklärt, mit Link zum passenden Ratgeber, in dem du Schritt für Schritt weiterliest:
- Brüchige Nägel: Splittern und Abbrechen haben oft mit Trockenheit oder Nährstoffen zu tun. Was wirklich hilft, liest du unter brüchige Fingernägel.
- Weiche, dünne Nägel: Mit Härter, Aufbaugel und der richtigen Routine bekommst du sie stabiler. Mehr dazu unter Nägel stärken.
- Trockene oder eingerissene Nagelhaut: Pflegen statt schneiden ist die Devise. Die ganze Anleitung steht unter Nagelhaut pflegen und Nagelhaut entfernen.
- Wellige oder gerillte Nägel: Längsrillen sind meist harmlos, Querrillen ein Hinweis. Details unter wellige Fingernägel.
- Weiße Flecken: Kleine weiße Punkte sind selten ein Kalziummangel. Die Ursachen erklären wir unter weiße Flecken auf den Nägeln.
Nagelpflege vor und nach der Maniküre
Vor der Maniküre solltest du Baden und reichhaltiges Eincremen vermeiden. Beim Baden quellen die Nägel auf und ziehen sich beim Trocknen wieder zusammen, der Lack blättert dann schneller ab. Eine Fettcreme verhindert, dass der Lack haftet. Ein wenig Nagelöl ist dagegen ideal, weil sich die Nagelhaut danach leichter zurückschieben lässt.
Trag vor dem Farblack einen Base Coat auf, der schützt den Nagel und gibt Halt. Nach der Maniküre entfernst du Lack am besten mit acetonfreiem Nagellackentferner und einem Wattepad: auflegen, kurz andrücken und vom Nagelbett zur Spitze abwischen, nicht rubbeln. Danach ist eine reichhaltige Pflege mit Nagelöl und Handcreme wichtig, damit sich Nagel und Nagelhaut erholen.
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Häufige Fragen zur Nagelpflege
Wie pflege ich meine Nägel richtig?
Reinigen, Nagelhaut nach einem Bad zurückschieben, in Form feilen und täglich ein Nagelöl einmassieren. Einmal pro Woche eine etwas ausführlichere Routine, dazwischen reicht das Öl. Beim Putzen Handschuhe tragen.
Welche Nagelpflegeprodukte brauche ich zu Hause?
Als Basis: ein Rosenholzstäbchen, eine sanfte Nagelfeile, ein Nagelöl und bei Bedarf ein Nagelhärter sowie ein Nagelhautentferner. Für weiche Nägel ergänzt ein Aufbaugel oder Base Coat.
Was hilft gegen brüchige Nägel als Hausmittel?
Ein Ölbad mit Milch und Olivenöl, regelmäßiges Nagelöl und Rizinusöl mit etwas Zitronensaft. Wichtig ist tägliche Feuchtigkeit. Mehr dazu im Ratgeber zu brüchigen Fingernägeln.
Wie kürze ich meine Nägel am schonendsten?
Mit einer feinen Sandblatt-, Mineral- oder Glasfeile, immer in eine Richtung. Knipser und Schere gehen schneller, hinterlassen aber leichter kleine Risse, die du nachfeilen solltest.
Wie oft sollte ich Nagelöl benutzen?
Am besten täglich, morgens und abends ein Tropfen pro Nagel. Das hält Nagel und Nagelhaut geschmeidig und ist der wirkungsvollste Schritt der ganzen Routine.











