Die Nagelhaut pflegen ist der oft übersehene Teil einer schönen Maniküre. Die feine Hautschicht am Nagelrand, fachlich Cuticula, schützt die empfindliche Wachstumszone deines Nagels. Wird sie trocken, rissig oder wulstig, sieht selbst die beste Maniküre schnell unperfekt aus. Mit der richtigen Nagelhautpflege aus Zurückschieben statt Schneiden, einem nährenden Nagelöl und etwas Handpflege bekommst du gepflegte Nägel, ohne deine Haut zu verletzen.
Gepflegte Hände und Nägel stehen in enger Verbindung. Wenn du regelmäßig zur Maniküre gehst, weißt du, dass die Nagelhautpflege einen wichtigen Aspekt einnimmt. Um gepflegte Fingernägel ins rechte Licht zu rücken, solltest du die Nagelhaut pflegen. Dafür gibt es eine breite Palette an Möglichkeiten: Du kannst mit einem Rosenholzstäbchen loslegen und mit dem Nagelöl ein sanftes Finale schaffen.
Nagelhautpflege nachshoppen
Gepflegte Nagelhaut, geschmeidige Hände und ein nährendes Nagelöl statt scharfer Schere.

Redaktion Nagelpflege & Gesundheit
Schiebe die Nagelhaut nach einem warmen Ölbad zurück, statt sie zu schneiden. So bleibt der natürliche Schutz erhalten.
Das brauchst du zur Nagelhautpflege
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Was ist die Nagelhaut?
Die Nagelhaut, fachlich Cuticula, ist die feine Hautschicht, die am Nagelfalz über den Nagel wächst. Sie liegt auf der empfindlichen Wachstumszone deines Nagels und versiegelt den Übergang zwischen Haut und Nagelplatte. Mit der richtigen Nagelhautpflege sorgst du dafür, dass der Nagel an Händen und Füßen gesund nachwächst. Genau deshalb ist die Nagelhaut keine überflüssige Haut, die einfach weg muss, sondern ein natürlicher Schutz, den du pflegen statt entfernen solltest.
Trockene und eingerissene Nagelhaut
Du hast trockene Nagelhaut? Die trockene Cuticula sieht nicht nur unschön aus und lässt deine perfekte Maniküre plötzlich etwas unperfekt wirken. Sie kann auch ein Hinweis auf deinen Alltag und dein Trinkverhalten sein. Wenn du dauerhaft zu wenig Flüssigkeit zu dir nimmst, trocknet die Haut rund um deinen Nagel nach und nach aus. Mit ein paar Gläsern Wasser mehr und regelmäßigem Eincremen kannst du für eine geschmeidige Haut um deine Fingernägel sorgen.
Auch eingerissene Nagelhaut entsteht meist durch Trockenheit. Reißt die Haut am Nagelrand ein, solltest du nicht daran zupfen, sondern den losen Hautfetzen vorsichtig mit einer sauberen Schere kürzen und anschließend pflegen. Diese Gründe sorgen besonders häufig für eine trockene Cuticula:
- Putzmittel: Tenside lösen Fett von Oberflächen und entziehen es leider auch der Haut um deine Nägel.
- Desinfektionsmittel: Häufiges Desinfizieren senkt den pH-Wert der Haut, sie wird trocken und rissig.
- Wetter und Heizungsluft: Kalter Wind, niedrige Temperaturen und trockenes Raumklima rauben der Cuticula Feuchtigkeit.
- Nagellackentferner: Acetonhaltige Entferner trocknen Haut und Nägel zusätzlich aus.
- Nährstoffmangel: Zu wenig Hautvitamine A, B, C, D und E zeigt sich oft zuerst an Nägeln und Nagelhaut.

Was du zum Pflegen brauchst
Damit die Nagelhautpflege gelingt, solltest du ein paar Utensilien parat haben. Wichtig ist, dass du sanft arbeitest und die Haut nicht unnötig belastest.
- Rosenholzstäbchen: Damit schiebst du die Haut am Nagel vorsichtig zurück. Das Rosenholzstäbchen sollte eine kleine Spachtelform haben.
- Nagelhautentferner: Ist die Cuticula dick und festsitzend, weicht ein Nagelhautentferner sie schonend auf.
- Nagelöl: Ein pflegendes Nagelöl spendet Feuchtigkeit und verleiht Händen und Cuticula Glanz.
- Handpflege: Eine reichhaltige Creme rundet die Nagelpflege ab und hält die Haut geschmeidig.
Nagelhaut pflegen Schritt für Schritt
Wenn du die wichtigsten Dinge beisammen hast, steht der richtigen Nagelhautpflege nichts mehr im Weg. Arbeite langsam und mit wenig Druck, dann bleibt die Haut gesund.
- Hände baden: Lege deine Hände rund zehn Minuten in lauwarmes Wasser mit ein paar Tropfen Jojoba- oder Olivenöl, das weicht die Nagelhaut auf.
- Nagelhaut zurückschieben: Schiebe die aufgeweichte Haut mit der flachen Seite des Rosenholzstäbchens vorsichtig zurück, statt sie zu schneiden.
- Bei Bedarf aufweichen: Sitzt die Cuticula sehr fest, trage etwas Nagelhautentferner auf und lasse ihn nach Herstellerangabe einwirken.
- Lose Haut kürzen: Nur bereits eingerissene Nagelhaut vorsichtig mit einer sauberen Schere entfernen, niemals gesunde Haut wegschneiden.
- Einölen: Trage das Nagelöl am Grund der Cuticula auf und massiere es mit kleinen kreisenden Bewegungen ein. Lass auch deine Hände an diesem Wohlfühlmoment teilhaben.
- Eincremen: Schließe mit einer reichhaltigen Handcreme ab, damit die Feuchtigkeit erhalten bleibt.
Mit dem Nagelöl gibst du deiner Cuticula wichtige Nährstoffe zurück. Die enthaltenen Fettsäuren dringen an Ort und Stelle ein, machen die Haut geschmeidig und schützen sie vor alltäglichen Herausforderungen.

Nagelhaut entfernen oder zurückschieben?
Viele fragen sich, ob man die Nagelhaut entfernen sollte. Die ehrliche Antwort: In den meisten Fällen reicht Zurückschieben völlig aus. Entfernen im Sinne von Wegschneiden ist nur dann sinnvoll, wenn Haut bereits eingerissen oder lose ist. Überschüssige, lose Hautreste am Rand kannst du behutsam kürzen, das sorgt für ein gepflegtes Erscheinungsbild und verhindert, dass kleine Hautfetzen zu Entzündungen führen.
Wenn du nicht zur chemischen Variante greifen möchtest, kannst du trockene und rissige Nagelhaut auch mit einfachen Hausmitteln pflegen. Ein Nagelbad mit Oliven- oder Jojobaöl wirkt Wunder. Anschließend lässt sich die Nagelhaut leicht zurückschieben. Diese natürlichen Hausmittel eignen sich gut zum Pflegen:
- Jojobaöl
- Olivenöl
- Zitronenbad
- Zuckerpeeling
Häufige Fehler vermeiden
In manchen Nagelstudios wird leider schnell die Schere gezückt. Bitte vermeide diesen Fehler bei der Pflege der Cuticula zu Hause. Gesunde Nagelhaut komplett wegzuschneiden tut deiner Haut nichts Gutes: Erstens sieht die Cuticula danach ungleichmäßig aus, zweitens kann es zu Verletzungen kommen. Durch Mikroverletzungen entsteht eine Eintrittspforte für Pilze, die deinen Fingernagel befallen können. Deshalb gilt die oberste Devise: Finger weg von der Schere, außer du möchtest bereits eingerissene Haut kürzen.
Weitere typische Fehler: zu fest mit dem Stäbchen drücken, an Hautfetzen zupfen, den Nagelhautentferner zu lange einwirken lassen oder das Einölen vergessen. Ein Nagelhautentferner liegt im alkalischen Bereich und trocknet die Haut aus, deshalb solltest du danach immer mit einem sanften Öl finalisieren.
Wann zum Arzt?
Pflege ersetzt keine medizinische Behandlung. Zeigen sich rund um den Nagel anhaltende Rötungen, Schwellungen, Eiter oder pochende Schmerzen, kann eine Entzündung vorliegen, die ärztlich abgeklärt werden sollte. Auch bei Verfärbungen oder bröckeliger Nagelstruktur, die auf eine Pilzerkrankung hindeuten, ist der Gang zur Hausärztin oder Dermatologin der richtige Schritt. Die Nagelhaut ist anatomisch der natürliche Abschluss am Nagelfalz und schützt die Wachstumszone, das beschreibt auch das unabhängige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Gerade weil sie diese Schutzfunktion hat, gilt: pflegen statt radikal entfernen.
Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.
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Häufige Fragen zur Nagelhautpflege
Sollte man die Nagelhaut entfernen oder zurückschieben?
In der Regel reicht Zurückschieben mit einem Rosenholzstäbchen. Komplettes Wegschneiden gesunder Nagelhaut belastet die Haut und erhöht das Risiko für Entzündungen. Nur lose, eingerissene Haut darfst du vorsichtig kürzen.
Was hilft gegen trockene Nagelhaut?
Regelmäßiges Eincremen, ein nährendes Nagelöl, genug Trinken und Handschuhe beim Putzen. Ein Ölbad weicht trockene Cuticula auf und macht sie wieder geschmeidig.
Wie oft sollte ich die Nagelhaut pflegen?
Nagelöl darfst du täglich auftragen. Das Zurückschieben der Nagelhaut reicht etwa einmal pro Woche, am besten nach einem Hand- oder Ölbad.
Was tun bei eingerissener Nagelhaut?
Nicht daran zupfen. Den losen Hautfetzen mit einer sauberen Schere kürzen, die Stelle pflegen und einölen. Bei Rötung oder Schwellung lieber abklären lassen.












